Klassik  Kammermusik Instrumental
Alfredo Perl & Ralph Manno French Clarinet Rhapsody - Works for Clarinet and Piano OC 114 CD
2 Stück sofort lieferbar. Lieferung bis Montag, 8. Juni 2026 Preis: 6,99 EURO

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FormatAudio CD
BestellnummerOC 114
Barcode4260034861145
LabelOehmsClassics
Erschienen am05.03.2010
Verkaufsrang20601
Mitwirkende/rMusiker Komponist/en
  • Debussy, Claude
  • Honegger, Arthur
  • Poulenc, Francis

Hersteller/EU Verantwortliche Person

Hersteller
  • UnternehmensnameNAXOS DEUTSCHLAND Musik & Video Vertriebs-GmbH
  • AdresseGruber Straße 46b, 85586 Poing, DE
  • e-Mailinfo@naxos.de

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      Beschreibung weniger

      Werke von Debussy, Honegger, Milhaud, Poulenc und Schmitt
      Ralph Manno, Klarinette
      Alfredo Perl, Klavier


      Die Kulturgeschichte der Klarinette ist eng mit der Musiktradition Frankreichs im 19. Jahrhundert verbunden. Die Klarinettenschule am Pariser Conservatoire und ihr reger Austausch mit französischen Instrumentenbauern führte zu einem spezifischen Stil, der von den zeitgenössischen Komponisten stetig weiterentwickelt wurde. Debussy war der Leitstern, in seinem Gefolge zum Beispiel der 1870 geborene Florent Schmitt. Erst die Komponisten der Groupe de Six, unter ihnen Honegger, Milhaud und Poulenc, wandten sich von der impressionistischen Stilistik ab und führten mit geometrischen Formen, rhythmischer Prägnanz und polytonal organisierter Harmonik die französische Musik in die Moderne. Diese spannende Phase der Musikgeschichte demonstrieren Ralph Manno und Alfredo Perl auf dieser CD.

      French Clarinet Rhapsody
      Werke für Klarinette und Klavier


      Die Kulturgeschichte der Klarinette ist eng mit der Musiktradition Frankreichs im 19. Jahrhundert verbunden. Die instrumententechnische Innovation des Ringklappensystems durch den Pariser Klarinettisten Hyacinthe Klosé und den Instrumentenbauer Louis Buffet (die sogenannte Böhmklarinette), aber auch Klarinettenschulen, die vom Pariser Conservatoire aus Verbreitung fanden (Jean Xavier Lefèvre 1802, Klosé 1843), trugen zur Konstituierung eines französischen Nationalstils bei, der nicht zuletzt durch die Hegemonie der französischen Hauptstadt bedingt war. Der musikhistorische Erfolg der Klarinette ist mit ihrem der menschlichen Stimme vergleichbaren Timbre zu erklären; charakteristische Schönheit des Tons und sanglicher Ausdruck trugen zur Ästhetisierung des Instruments bei. Besonderen Reiz bietet die Kantilenenweite mittlerer Lage (etwa der B-Klarinetten) und eine durch Dynamik und Eigenklang bedingte Farbenvielfalt, die das Instrument insbesondere für den Impressionismus interessant machte. Debussy komponierte die Première Rhapsodie für B-Klarinette und Klavier (später vom Komponisten für Orchester bearbeitet) als Prüfungsstück für das Pariser Conservatoire, er selbst war Mitglied der Kommission für Blasinstrumente. Petite Pièce entstand als Wettbewerbsstück für das Blattlesen. Beide Kompositionen wurden vom Widmungsträger, dem französischen Klarinettisten Paul Mimart, uraufgeführt. Florent Schmitt ist stilistisch dem Impressionismus Debussys verbunden, was sich in der Romantisierung und ästhetischen Verklausulierung von Landschaften manifestiert. Das Andantino op. 30 (komponiert 1906) ist die Bearbeitung einer originär für Milhaud Absolvent am Pariser Conservatoire – schreibt in einem Essay über die musikhistorische Entwicklung nach Debussy: »Das Auftreten von Claude Debussy ist daher ein Ereignis, dessen Bedeutung man heute erkennt; denn an diesem Tage ist die französische Schule an die Spitze der musikalischen Bewegung in der Welt getreten. […] Aber es ist wohl klar, dass man sich, im Jahre 1919, entschieden von der großen Gestalt Debussys abwenden musste […]. Man kritisierte uns scharf und warf uns Anmaßung, Unwissen und Respektlosigkeit vor, während wir doch nur aus dem Instinkt rechtmäßiger Verteidigung handelten.« Die musikalische Jeunesse, die in Frankreich als Brücke zur Moderne in die Geschichte eingegangen ist, wird als »Les Six« (Honegger, Poulenc, Milhaud, Auric, Durey und Tailleferre) bezeichnet. Die Bedeutung der Gruppe liegt in der Ab Sopran komponierten Vokalise. Der Schweizer Komponist Arthur Honegger – wie Francis Poulenc und Darius Abkehr von den Konventionen, die der französischen Musik trotz der Leistungen Debussys noch immer anhafteten. Die Klarinettenstücke der »Six« stehen dem impressionistischen Ästhetizismus Debussys diametral gegenüber. Honegger fällt stilistisch durch seine Verwendung von Klangballungen und Monumentalstrukturen etwas aus der Gruppe, die Einfachheit und Klarheit postuliert, heraus. Dagegen spiegelt Milhauds Sonatine op. 100 den juvenalen Stil der »Six« in geometrisch-eckigen Rhythmen und geradezu kubistisch abstrahierbarer Harmonik wieder, deren Grundlage charakteristischerweise die Polytonalität ist. Die Klarinettensonate von Poulenc entstand erst 1962, im Jahr vor dessen Tod, als Teil einer Trias von Kompositionen für Holzblasinstrumente. Ähnlich den letzten Kompositionen Debussys unterstreicht auch er in diesem Spätwerk die technischen Möglichkeiten des Instruments zugunsten klanglicher Schönheit.

      Therese Muxeneder

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      CD 1
      • Claude Debussy (1862 – 1918)
        • 1.Première Rhapsodie09:09
        • 2.Petite Pièce01:45
      • Francis Poulenc (1899 – 1963)
        Sonata
        • 3.1. Allegro tristamente05:46
        • 4.2. Romanza. Très calme05:17
        • 5.3. Allegro con fuoco02:57
      • Arthur Honegger (1892 – 1955)
        Sonatine
        • 6.1. Modéré02:22
        • 7.2. Lent et soutenu02:29
        • 8.3. Vif et rythmique01:02
      • Florent Schmitt (1870 –1958)
        • 9.Andantino op. 30 No. 1 003:38
      • Darius Milhaud (1882 – 1974)
        Sonatine op. 100
        • 10.1. Très rude03:20
        • 11.2. Lent04:06
        • 12.3. Très rude02:21
        • 13.Duo Concertant op. 35105:55
        • 14.Caprice op. 335a01:57
      • Total:52:04