Klassik  Soloinstrument  Klavier
Michael Endres My Favourite Piano Sonatas OC 563 CD
2 Stück sofort lieferbar. Lieferung bis Freitag, 5. Juni 2015 Preis 12,98 EURO

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FormatAudio CD
BestellnummerOC 563
Barcode4260034865631
LabelOehmsClassics
Erschienen am04.04.2006
Verkaufsrang7858
Mitwirkende/rKomponist/en
  • Wolfgang Amadeus Mozart

Beschreibungweniger

No. 2 KV 280 · No. 12 KV 332 · No. 14 KV 457 No. 16 KV 545 “Sonata Facile” · No. 19 KV 576 “Jagdsonate”
Michael Endres, piano

Michael Endres’ Gesamteinspielung der Klaviersonaten von W.A. Mozart wurde von der Presse einhellig mit großem Lob bedacht. Fein austariert – bis ins Detail durchdacht – ohne Effekthascherei – pianistisch brillant sind die Stichworte. Nun legt der Pianist aus dieser Produktion eine per-sönliche Auswahl vor, die er in einem eigenen Booklet-Begleittext erläutert. Eine ungewöhnliche, gleichzeitig aber in sich stimmige Zusammenstellung aus verschiedenen Schaffensperioden des Komponisten. Michael Endres studierte bei Klaus Schilde und Karl Hermann Mrongovius in München, anschließend bei Jacob Lateiner an der Juilliard School, New York und bei Peter Feuchtwanger in London. Neben den Schwerpunkten Mozart, Schubert, Schumann und Ravel verfügt Michael Endres über ein weitgefächertes Repertoire, darunter selten gespielte und vernachlässigte Komponisten wie Carl Maria von Weber, Leopold Godowsky, Sir Arnold Bax und Eduard Tubin. Eine Gesamteinspielung der Klaviersonaten von Arnold Bax ist für Mai 2006 in Vorbereitung.

My favourite Mozart

Die vorliegende Zusammenstellung ist eine persönliche Auswahl aus der Gesamtaufnahme der 18 Sonaten für Klavier von W. A. Mozart, welche die ganze Bandbreite dieser höchst individuellen Werke demonstriert.

Die Sonate F-Dur KV 280 entstand 1775 in München und ist ein frühes Meisterwerk des 18-jährigen, welches bereits eine erstaunliche Ausdruckspalette aufweist.

Fast improvisatorisch und durchaus lyrisch und kantabel beginnt der 1. Satz, während sich das Seitenthema gegen jede Konvention viel maskuliner und virtuoser gebärdet.

Die Grundstimmung des 1. Satzes ist verspielt und laviert zwischen diesen beiden Polen, so dass der abgründige 2. Satz (der einzige in Moll unter 18 Sonaten) den 1. Satz effektvoll kontrastiert. Übermütig und virtuos, fast ein bisschen „ungezogen“, beschließt der letzte Satz das Werk. Mit der Sonate KV 332, entstanden 1783 in Wien oder Salzburg, hat Mozart bereits einen Höhepunkt seiner dramatischen Kunst erreicht:

Bei einem Maximum an Szenen- und Charakterwechsel – alle 4 Takte taucht ein neuer Einfall oder „Protagonist“ auf – ist der 1. Satz ein Feuerwerk an Vielfalt und Inspiration. Wiederum täuscht Mozart die Erwartungshaltung des Hörers, indem der zweite sehr gesangliche Satz mit einem Minimum an Form und Kontrast arbeitet: Beide Themen werden zwei Mal ohne Entwicklung – lediglich ornamentiert – vorgestellt.

Nach diesem Ruhepunkt zieht der letzte Satz alle Bravura-Register, es ist ein kunterbunter Galopp von Passagenwerk und Serenadentum, und am Ende narrt Mozart ein letztes Mal den Hörer und beschließt das Werk verhalten.

Dass Theaterdonner und stiller Gesang nur ein Element der Sonaten ist zeigt die dramatisch düstere Sonate c-Moll KV 457, entstanden 1784. Hier schlägt Mozart, wie schon in der a-Moll Sonate KV 310 und in den beiden Moll-Konzerten KV 466 und KV 491 düstere Töne an, es klingt so, als ob sich eine Wolke über den ganzen Horizont verbreitet hat.

Der fast Beethoven’schen Dramatik des 1. Satzes folgt der wohl kunstvollste langsame Satz aller 18 Sonaten. Endlos ausschwingend, von dramatisch virtuosen Figurationen durchbrochen besitzt dieser Satz eine ungeheure Variierung des Ausdrucks. Der rastlose letzte Satz nutzt die extremen Lagen des Instruments und enthält Schubert’sche Abbrüche.

Mit der „Sonata facile“, entstanden 1788, ist der späte Mozartstil erreicht, welcher zum Enigmatischsten und Großartigsten gehört, was die Musikgeschichte aufzubieten hat. Mit äußerster Sparsamkeit reduziert Mozart jetzt alle effektvolle Äußerlichkeit und die Musik erscheint nurmehr auf das Wesentlichste reduziert. Alles ist von höchster Einprägsamkeit und auch die melodische Einfallskraft scheint neue Höhen erreicht zu haben. Das finale Werk in D-Dur KV 576 kann schließlich als Summe aller 18 Sonaten betrachtet werden:

Es vereinen sich hier souveräne polyphone Schreibweise sowie ein konzertanter brillanter Stil mit einer melancholischen Abgeklärtheit. Die überbordenden Einfälle der früheren Werke sind hier aufs Geistvollste strukturiert, trotz aller formalen Meisterschaft jedoch behält auch dieses Werk seinen unverwechselbaren heiteren Mozart’schen Grundton.

Jede der 18 Sonaten ist eine individuelle und originelle Auseinandersetzung mit der Sonatenform. Die unorthodoxen Lösungen (etwa in der Sonate A-dur KV 331, wo sich kein einziger Sonatensatz findet) in Verbindung mit der zeitlosen Frische ihrer melodischen Erfindungskraft lassen diese Werke zu einer der großen Klavierherausforderungen der Literatur werden, quasi als Brückenpfeiler zwischen Bachs monumentalem Klavierwerk und den 32 Sonaten von Ludwig van Beethoven.

Michael Endres

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CD 1
  • Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
    Sonata No. 2 in F major KV 280
    • 1.Assai Allegro04:28
    • 2.Adagio04:57
    • 3.Presto02:50
  • Sonata No. 12 in F major KV 332
    • 4.Allegro06:22
    • 5.Adagio04:17
    • 6.Assai Allegro06:44
  • Sonata No. 14b in C minor KV 457
    • 7.Molto Allegro06:23
    • 8.Adagio07:29
    • 9.Allegro assai04:52
  • Sonata No. 16 in C major KV 545 "Sonata Facile"
    • 10.Allegro02:57
    • 11.Andante04:40
    • 12.Rondo. Allegretto01:40
  • Sonata No. 19 in D major KV 576 "Jagdsonate"
    • 13.Allegro05:01
    • 14.Adagio05:13
    • 15.Allegretto04:03
  • Total:01:11:56