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Chor des Bayerischen Rundfunks
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Chor des Bayerischen Rundfunks
Der Chor des Bayerischen Rundfunks
feierte 1996 sein 50-jähriges Bestehen.
Sein künstlerischer Aufschwung verlief
parallel zur Entwicklungsgeschichte des
Symphonieorchesters des Bayerischen
Rundfunks, dessen Chefdirigent auch
gleichzeitig Chefdirigent des Chores ist.
Entsprechend erfolgte eine entscheidende
Prägung nicht nur durch die Chorleiter
(Josef Kugler, Kurt Prestel, Wolfgang Schubert,
Heinz Mende und Josef Schmidhuber,
Gordon Kember und Hans-Peter Rauscher),
sondern ebenso durch die Chefdirigenten
Eugen Jochum, Rafael Kubelik, Sir Colin
Davis und Lorin Maazel. Seit 1990 ist
Michael Gläser künstlerischer Leiter des
Chores, den er – neben den Konzerten mit
dem Symphonieorchester des Bayerischen
Rundfunks und dem Münchner Rundfunkorchester
seit der Spielzeit 1998/99 in einem
eigenen Chor-Abonnement im Münchner
Prinzregententheater präsentiert. Aufgrund
seiner besonderen klanglichen Homogenität
sowie der stilistischen Vielseitigkeit,
die alle Gebiete des Chorgesangs von der
mittelalterlichen Motette bis zu zeitgenössischen
Werken, vom Oratorium bis
zur Oper umfasst, genießt das Ensemble
höchstes Ansehen in aller Welt. So gastiert
der Chor regelmäßig bei europäischen
Spitzenorchestern, im Mai vergangenen
Jahres feierte er sein Amerika-Debüt mit
dem American Symphony Orchestra unter
Leon Botstein in New York.
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Sopran · soprano
Bettina Baumgartner
Claudia Bertz
Hilke Brosius
Simona Brüninghaus
Almut Cech
Valentine Deschenaux
Priska Eser-Streit
Susanne Evans
Barbara Fleckenstein
Masako Goda
Helene Grabenhorst
Margarethe Grintz
Stefanie Gross
Margit Kinzel
Isolde Mitternacht
Sonja Philippin
Monika Schmitt
Isabella Stettner
Atsuko Suzuki
Cordula Wieland
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Alt · alto
Jutta Bethsold
Theresa Blank
Ute Feuerecker
Stefanie Früh
Constance Heller
Susanne Langner
Goldrun Losseau
Barbara Müller
Jutta Neumann
Henrike Paede
Marion Rambausek
Adelheid Schiller
Sabine Staudinger
Gisela Uhlmann
Hanne Weber
Gabriele Weinfurter
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Tenor · tenor
Robert Blank
Hans-Werner Bunz
Markus Dill-Roberts
Lorenz Fehenberger
Roland Kandlbinder
Johannes Klügling
Raimund Mlnarschick
Andreas Mogl
Anton Rosner
Andreas Schulist
Edmund Steinberger
Manuel Warwitz
Heinrich Weber
Theodor Weimer
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Bass · bass
Kai Bischoff
Ernst Buscagne
Christoph Dobmeier
Matthias Ettmayr
Gerald Häußler
Paul Hansen
Tim Hennis
Rudolf Hillebrand
Wolfgang Klose
Delf Lammers
Burkhard Friedrich Mayer
Sebastian Myrus
Matthias Nenner
Matthias Reimer
Thomas Ruf
Dankwart Siegele
Wilfried Vorwold
Patrick Weglehner
Jürgen Weiß
Timo Zimmer
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Michael Gläser
Zwei Dinge liebt Michael Gläser an seinem
Chor besonders: die „Wärme und
Homogenität des Klanges“ und die „hohe
stilistische Flexibilität“.
Dies sind zugleich
die Eckpfeiler des außergewöhnlichen
Erfolges, durch den die nun schon 13 Jahre
währende Zusammenarbeit zwischen
Michael Gläser und dem Chor des Bayerischen
Rundfunks gekennzeichnet ist. „Wir
sind miteinander verwurzelt“, mit diesen
Worten beschreibt der „Chef“ sein Verhältnis
zu seinen Sängern, und so schätzen
sich beide Seiten glücklich, dass Michael
Gläser seinen Vertrag als Künstlerischer
Leiter des Chores des Bayerischen Rundfunks
bis September 2005 verlängert hat.
Schon sehr früh stand seine musikalische
Laufbahn im Zeichen des Gesanges
und des Chordirigierens. Von 1967 bis 1978
war der gebürtige Chemnitzer Mitglied des
Leipziger Thomanerchores und übernahm
bereits während diese Zeit chordirigentische
Aufgaben als Präfekt. Es folgten
Gesangs- und Dirigierstudien in Leipzig und
Berlin sowie weitere Aktivitäten als Chorleiter,
u. a. beim Leipziger Hochschulchor,
beim Leipziger Gewandhauschor, bei der
Berliner Singakademie und beim Rundfunkchor
Leipzig, dem er überdies auch
als Sänger verpflichtet war. 1986 übernahm
Michael Gläser dann eine Dirigier-
Assistenz beim Rundfunkchor Berlin, bevor
er 1990 seine heutige Position beim Chor
des Bayerischen Rundfunks antrat. Hier
gehört es zu seinen zentralen Aufgaben,
den Chor für die gemeinsamen Auftritte mit
den beiden Orchestern des Bayerischen
Rundfunks vorzubereiten, außerdem präsentiert
er sein Ensemble seit 1998 in einer
eigenen Abonnementreihe im Prinzregententheater,
zu deren bisherigen Höhepunkten
Aufführungen des Bach’schen
Weihnachtsoratoriums, des 100. Psalms
von Max Reger sowie der ganznächtlichen
Vigil Das große Abend- und Morgenlob
von Sergej Rachmaninow im vergangenen
Jahr zählen. Im September dieses Jahres
fand erstmals das von Michael Gläser ins
Leben gerufene Chordirigentenforum statt,
bei dem junge Chorleiter die Möglichkeit
erhalten, Erfahrungen in der Arbeit mit
einem hochprofessionellen Ensemble zu
sammeln. Damit knüpft Michael Gläser an
sein pädagogisches Engagement an: Seit
1994 ist er, zusätzlich zu seiner Funktion
als Künstlerischer Leiter des BR-Chores,
Professor für Chordirigieren und Leiter der
Abteilung „Evangelische Kirchenmusik“ an
der Münchner Musikhochschule. Gastauftritte
bei renommierten deutschen Chören
ergänzen das Wirkungsfeld des vielseitigen
Musikers.
Theresa Blank
Theresa Blank absolvierte ihr Musikstudium
an der Musikhochschule Karlsruhe
und an der Rubin Academy Tel Aviv
und kann so renommierte Sängerinnen wie
Marga Schiml, Tamar Rachum und Charlotte
Lehmann zu ihren Lehrerinnen zählen.
Ihr Bühnendebüt gab sie als Fjodor in Boris
Godunow an der New Israeli Opera in
Tel Aviv unter der Leitung von Gary Bertini.
Darauf folgten weitere Gastverträge in
Deutschland und Italien, wo sie u. a. Zerlina
(Don Giovanni), Orlofsky (Die Fledermaus)
und Dorabella (Così fan tutte) verkörperte.
Bei der viel beachteten Uraufführung von
W. A. Schulz’ Achill unter den Mädchen am
Staatstheater Kassel sang sie die Deidamia.
Auch im Konzertfach bewies Theresa
Blank ihr Format als Solistin bedeutender
Musikfestivals wie der Internationalen
Orgeltage Nürnberg, des Internationalen
Musikfestivals Jerusalem und des
Rheingau-Musikfestivals. Erste und zweite
Preise bei internationalen Wettbewerben
(Wiener Internationaler Musikwettbewerb,
Internationaler Hilde-Zadek-Gesangswettbewerb,
Meistersingerwettbewerb Nürnberg)
runden ihr künstlerisches Profil ab.
Seit 2000 ist sie Mitglied des Chores des
Bayerischen Rundfunks.
Anton Rosner
Der Tenor Anton Rosner ist dem Chor des
Bayerischen Rundfunks schon seit 40
Jahren verbunden und ist derzeit dienstältestes
Mitglied. Kurz nach dem Abitur, das
er am Gymnasium der Regensburger Domspatzen
absolvierte, bestritt er sein erstes
und einziges professionelles Vorsingen und
wurde von Rafael Kubelik, dem damaligen
Chefdirigenten von Chor und Symphonieorchester
des Bayerischen Rundfunks,
sofort verpflichtet. Den Ensemblegesang
hat Anton Rosner seitdem immer als das
Zentrum seiner künstlerischen Arbeit
betrachtet und deswegen außerhalb des
BR-Chores nur solche Aufgaben übernommen,
die dem Gesamtklang seines
Ensembles stimmlich förderlich waren. So
singt er zwar regelmäßig Solopartien in
Oratorien, wie etwa die des Evangelisten
in den Bach’schen Passionen, vermeidet
dagegen aber das Opernfach. Besonderes
Engagement hat er immer dem Gesang
in kleineren Besetzungen, so dem Vokalquartett
oder -quintett, gewidmet. Anton
Rosner blickt mit großer Dankbarkeit auf
seine lange Dienstzeit beim Bayerischen
Rundfunk zurück, die ihm eine Reihe einzigartiger
Musik- und Konzerterlebnisse mit
damals wie heute weltberühmten Dirigenten
und Sängern beschert hat.
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