Kelemen, Joseph
21.09. Kloster St. Urban (CH),
Glemser, Bernd
18.09. Bangkok – Mahidol University Concert Hall
20.09. Bangkok – Mahidol University Concert Hall
Wolf, Axel
20.09. Hohenems
delian::quartett
20.09. Bensheim | Parktheater
22.09. Ingolstadt | Stadttheater | Festsaal
Duo Walachowski
20.09. Bedburg Erft
Apollon Musagete Quartett
19.09. Zakopane (PL) Muzyka na szczytach
24.09. Katowice (PL) Hochschule für Musik
Widjaja, Iskandar
19.09. Frankfurt an der Oder, mit Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Howard Griffith
20.09. Potsdam, mit Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Howard Griffith
Schimpf, Alexander
24.09. Fairfax, Virginia (USA) - George Mason Center for the Arts
Youn, William
20.09. Überlingen
21.09. Oberndorf
23.09. Waldshut
 
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   Jura Margulis: Berg - Brahms - Beethoven - Bach
Komponist: Various
Preis: 12.98 €
Kat-Nr.: OC 732
Format: CD
2 Stück lieferbar bis 22.09.2014
  

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Alban Berg: Klaviersonate op. 1
Johannes Brahms: Variationen über ein Thema von N. Paganini a-Moll op. 35
Ludwig van Beethoven: 32 Variationen über ein originales Thema WoO 80
Johann Sebastian Bach: Englische Suite Nr. 3
Jura Margulis, Klavier

Vier Komponisten, vier große Vertreter ihrer jeweiligen musikalischen Epoche: Das Programm beginnt mit dem jüngsten Werk, Alban Bergs Sonate op. 1, ein Frühwerk, das noch an die klassische Form und Tonalität gebunden ist, jedoch bereits Merkmale des kommenden Zeitalters der Moderne trägt. Es folgen Brahms’ hochvirtuose Paganini-Variationen, Beethovens Beethovens Variationen c-Moll von 1806 und schließlich Bachs Englische Suite Nr. 3. Jura Margulis studierte bei seinem Vater, dem legendären Pädagogen Vitaly Margulis sowie bei Leon Fleisher. Er konzertiert weltweit und hält eine Professsur am J.W. Fullbright College der University of Arkansas.

Jura Margulis stellt auf dieser CD pianistisch herausragende Werke von vier Komponisten aus vier musikalischen Epochen vor: Berg als Komponist im Aufbruch in die Moderne, Brahms als der große Vertreter der Spätromantik, Beethoven als das Genie der Klassik und Bach als der Vollender des Barock. Sie alle bewegen sich in den hier präsentierten Werken formal noch in der Tradition ihrer Zeit, suchen aber zugleich in der Ausgestaltung der Form konsequent neue Ausdrucksmittel.

Alban Berg (1885–1935)
Sonate op. 1


Der österreichische Komponist Alban Berg zählt zu den großen Vertretern der Neueren Musik des 20. Jahrhunderts. Sein Werk steht im Zeichen des Übergangs von der Spätromantik in die Moderne, die in der Musik mit der klanglichen Atonalität des Expressionismus bis hin zur Zwölftontechnik ihren Ausdruck fand. Mit Anton Webern zählt Berg zum engen Kreis der Zweiten Wiener Schule, dem Komponistenkreis um Arnold Schönberg. Berg selbst sah sich als „natürlicher Fortsetzer richtig verstandener, guter, alter Tradition“, wobei diese Fortsetzung als die historisch folgerichtige Auflösung und Überwindung der spätromantischen Tradition im Übergang zur Moderne verstanden werden kann.

Seine Klaviersonate op. 1 kann als ein solches Werk des Übergangs gesehen werden. Es ist die einzige Sonate, die Berg komponierte, und ein Frühwerk, das im Jahr 1909 (nicht 1907/08, wie lange gemutmaßt wurde) entstand. Berg schrieb sie in seiner Studienzeit quasi als Abschluss des regelmäßigen Unterrichts bei Arnold Schönberg, dessen Schüler er seit 1904 war. Die Sonate in der Tonart h-Moll ist noch in der klassisch-romantischen Tonalität gebunden und besteht aus einem regulären Sonatenhauptsatz. Sie ist insofern einerseits der „klassischen Form“ verpflichtet, andererseits wirkt sie „modern in der seelischen Durchdringung, der Ökonomie“, schrieb der Interpret Eduard Erdmann 1920 in seinem Aufsatz über „Moderne Klaviermusik“. In der Ausgestaltung der Form finden sich viele unkonventionelle Ansätze. Eine überaus ausgeweitete Tonalität, ganztönige, vielfach chromatische Stimmführung, die Bevorzugung von Quartakkorden, Reichtum an thematisch-motivischen Variationen, übermäßige Dreiklänge in Motivik und Harmonik. In der Beschränkung auf nur einen Satz erreicht die Sonate eine hohe Konzentration. Berg soll zunächst noch an weitere Sätze gedacht haben, konnte aber nichts Geeignetes ersinnen. Sein Lehrer Schönberg soll ihn daraufhin beruhigt haben: „Nun, dann haben Sie eben alles gesagt, was zu sagen war“.

Johannes Brahms (1833–1897)
Studien für Pianoforte – Variationen über ein Thema von N. Paganini op. 35, Heft I und II


Es ist das technisch schwierigste und halsbrecherischste Virtuosenstück der Klaviermusik Brahms’. Inspiriert vom legendären Teufelsgeiger Paganini entnahm Brahms das Thema für seine Variationen dessen Capriccio op. 1 Nr. 24 in a-Moll. Die bedeutende Pianistin Clara Schumann bezeichnete sie als „Hexenvariationen“ und hielt sie zunächst für unspielbar. Da sie höchste pianistische Meisterschaft erfordern, werden sie oft als virtuoses Salonstück aufgefasst; indessen bieten sie dem Pianisten einen weit vielschichtigeren Interpretationsansatz. Der Vorsatz „Studien für Pianoforte“ bezeugt die ursprüngliche Funktion als Übungen – die Variationen entstanden 1862–63 zunächst als einzelne Studien, die Brahms bei seiner Konzertvorbereitung als Fingerübungen nutzte.

Mit den Paganini-Variationen lässt sich nicht nur im Konzertsaal glänzen, sondern sie sind gerade aufgrund der traditionellen Tonleiter-, Arpeggio-, Oktav-, Akkord- und Doppelgriffstudien, sowie der neuartigen polyrhythmischen Strukturen, komplexer und verwegener Melodieführung, neuartiger Violinimitationen und der ungarischen Harmonik ein äußerst wertvolles und aufschlussreiches Studienmaterial. Erst 1865 wurden sie zu zwei Heften mit je 14 Variationen ausgearbeitet, die jeweils mit einer Coda in sich geschlossen wurden. Sie enthalten so viel der persönlichen Tonsprache von Brahms, dass sie als meisterhaftes Beispiel seiner Klavierliteratur zu werten sind. Um dieses zweiteilige Werk als Ganzes im Konzert aufzuführen, erlaubte Brahms dem Pianisten Heinrich Barth bereits 1880, beide Hefte zu kombinieren und zu einem kompletten Werk zusammenzuführen. Auch Clara Schumann gestattete sich, einige Variationen aus beiden Heften auszusuchen und aufzuführen. Verschiedene Kombinationen sind seither versucht worden, und eine Aufführungspraxis hat sich im 20. Jahrhundert eingebürgert: Dabei wird die Coda des ersten Heftes entweder weggelassen, oder ein Dominantpunkt in dieser Coda dient als Übergang in den zweiten Band, in beiden Fällen ohne das Thema zu wiederholen.

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
32 Variationen c-Moll über ein eigenes Thema WoO 80 (1806)


Die 32 Variationen c-Moll über ein eigenes Thema WoO 80 entstanden im Jahre 1806 und gehören zu Beethovens 25 Variationszyklen für Klavier. Sie sind höchst aufschlussreich und finden im Repertoire der Pianisten zu wenig Beachtung. Wie in einem Kompendium seiner Klaviertechnik führt er hier Spielfiguren vor, die sich in vielen anderen seiner Werke wiederfinden. Das achttaktige Thema in c-Moll setzt mit einer chromatisch absinkenden Bassfigur ein, der Variationszyklus ist im Format einer weitläufigen Passacaglia gestaltet. Damit stellt Beethoven seine Variationen in c-Moll in Beziehung zur großen Barocktradition und entwickelt sie gleichzeitig weiter. Der Umgang mit dem Thema in den Variationen ist neuartig und charakteristisch für Beethovens kompositionstechnische Verdichtung. Er fügt einzelne Variationen zu Gruppen zusammen und stellt darüber hinaus übergeordnete Zusammenhänge her. Somit webt er die zahlreichen Variationen vielschichtig zusammen, und das Einzelne tritt in den Dienst des Ganzen.1 Die Variationen-Reihung wird integriert zu einer werkgerechten Geschlossenheit und findet ihre selbständige Form, die richtungweisend werden sollte. Seit Beethoven schmieden große Komponisten Variationen zu geschlossenen Werken: Die Symphonischen Etüden von Schumann, die Variations Sérieuses von Mendelssohn und auch die Paganini-Variationen von Brahms sind klassische Beispiele dafür.

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Englische Suite Nr. III g-Moll BWV 808


Die Bezeichnung der sechsteiligen Werkreihe als Englischen Suiten BWV 806-811 stammt nicht von Bach selbst und führt zu Kontroversen. 2 Wie die Französischen Suiten BWV 812-817, die „kleinen Schwestern“, und die Partiten BWV 825-820, folgen sie dem traditionellen französischen Tanzsuiten-Typus. Charakteristisch sind hierfür die Satzfolge Allemande, Courante, Sarabande und Gigue, die Bach jedoch auch erweiterte.

Die Englische Suite Nr. III in g-Moll beginnt mit einem virtuosen Prélude, das auf die Tutti-Soli-Wechsel des Concerto grosso hinweist. Nach dem klassischen Grundprinzip einer ruhig schreitenden Allemande, einer beschwingten Courante, einer feierlich-erhabenen Sarabande 3 wird vor dem Schlusssatz als fünfter Tanzsatz eine zweiteilige Gavotte eingefügt. Als Gegengewicht zum Prélude dient die polyphone Durchgestaltung der Gigue. In der Englischen Suite kulminieren glanzvolle Aspekte des Barock: festliche Pracht, Lebendigkeit, aber auch ganz gewöhnliche Spielfreude. Die vorliegende Suite ist bezeichnend für Bachs musikalisches Schaffen: In der Ausgestaltung traditioneller und klassischer Formen, mit Proportionalität und klarer Gliederung erreichte er ein Höchstmaß an musikalischer Perfektion, die allgemeingültig ist.

Irmgard Preisinger
Freiburg, 2009



1 Adorno sah bei Beethoven das Thema als nichtig und konstatierte: „Die Nichtigkeit des Einzelnen, dass das Ganze alles bedeutet und – wie am Schluss von op. 111 – rückblickend Details als vollzogen beschwört, die nie da waren, bleibt ein zentrales Anliegen jeder Theorie Beethovens“ (Th.W. Adorno, Beethoven. Philosophie der Musik. Fragmente und Text, Frankfurt 1993)

2 Die Behauptung des Bachmonographen Nikolas Forkel von 1802, dass „sie der Componist einem vornehmen Engländer gemacht hat“, ist nicht belegt und umstritten. Gegenläufig dazu wird behauptet, Bach hätte sich eine Londoner Suitensammlung zum Vorbild für seine Suiten genommen, ihr Verfasser sei allerdings ein gebürtiger Franzose namens Charles Dieupart gewesen.

3 Gerade bei der Sarabande zeigt sich das Clavichord als ideales Aufführungsinstrument, da es eine große Mannigfaltigkeit in der Schattierung des Tones bietet und deshalb von Bach besonders geschätzt wurde.



CD 1

Alban Berg (1885–1935)
1  Sonata op. 1  14:04  

Johannes Brahms (1833–1897)
2  Variation a Theme by N. Paganini in A Minor op. 35  22:46  

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
3  32 Variations on an Original Theme in C Minor WoO 80  09:32  

Johann Sebastian Ba ch (1685–1750)
English Suite No. 3 in G Minor BWV 808
4  Prélude  03:09  
5  Allemande  03:07  
6  Courante  02:11  
7  Sarabande  04:49  
8  Gavotte I & II  03:10  
9  Gigue  02:42  

total 65 : 50
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