|
|
 |
| |
Schreiben Sie Ihre Meinung zu dieser CD
Ruth Sandhoff · Kirsten Blaise · Franco Fagioli
Sophie Marin-Degor · Stefano Ferrari · Netta Or
Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele
Michael Hofstetter
Mit „Ezio“ komponierte Gluck ein Jahr nach dem
bahnbrechenden „Orfeo“ eine Opera seria, die nicht
den Gluck’schen Reform-Opern zugerechnet werden
kann. „Ezio“, nach einem Libretto von Metastasio,
wurde am 26. Dezember 1763 am Wiener Burgtheater
uraufgeführt. Zwar bedient sich die Oper der Mittel
der traditionellen Opera seria, doch auch hier sind
Ansätze zu einer neuen Ästhetik erkennbar, wie die
Straffung der Da-capo-Arien und der Reduzierung
der Ouvertüre auf eine einsätzige Sinfonia. Das
Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele hat
2007 einen weiteren Schritt in Richtung stilistische
Authentizität und klangliche Verfeinerung gemacht
und kann zu den europäischen Spitzenensembles auf
dem Gebiet der Musik des 18. Jahrhunderts gesehen
werden.
Christoph Willibald Gluck
(1714–1787)
Ezio
Dramma per Musica in Three Acts
Text by Pietro Metastasio (1698–1782)
Vienna Version of 1763/64
First performance: December 26, 1763 / Burgtheater, Vienna
| Valentiniano III., Emperor of the West Roman empire | | Ruth Sandhoff |
| Fulvia, Massimo’s daughter and Ezio’s betrothed | | Kirsten Blaise |
| Ezio, General of the imperial army | | Franco Fagioli |
| Onoria, sister of Emperor Valentiniano | | Sophie Marin-Degor |
| Massimo, Roman patrician | | Stefano Ferrari |
| Varo, prefect of the pretorians and Ezio’s friend | | Netta Or |
Orchester der
Ludwigsburger Schlossfestspiele
Michael Hofstetter, conductor
Im Schatten der Opernreform –
Glucks Wiener „Ezio“
Opernreformer – das Schlagwort haftet mit
eigenwilliger Zähigkeit bis heute an dem
Komponisten Christoph Willibald Gluck. Mit
Orfeo ed Euridice, so die geläufige Fabel, habe
Gluck der italienischen Oper eine neue musikdramatische
Richtung gewiesen und gleich mit
mehreren Opern, angefangen bei Iphigénie en
Aulide, habe er auch dem französischen Musiktheater
zu einem epochalen Neuanfang verholfen.
Ältere Musikhistoriker, die geschichtliche
Vorgänge an den künstlerischen Taten einzelner
Komponisten zu veranschaulichen liebten,
fanden in Gluck eine Persönlichkeit, die einer
solchen Protagonistenrolle für den Bereich der
Oper in geradezu idealer Weise gerecht zu werden
schien: Zeitgenössische Berichte und Äußerungen
des Komponisten selbst lassen das Bild
eines Mannes entstehen, der sich rückhaltlos
der Verwirklichung seiner künstlerischen Ideale
verschrieben hat – Gluck, ein Heros der Kunst.
Diejenigen, die etwas genauer hinsahen,
erkannten freilich schon früh, dass dieses Bild
die historische Situation stark idealisiert, ja verzerrt.
Zum einen war Gluck nicht der einzige
Komponist, der die Opera seria von überlebten
Konventionen befreien wollte – Tommaso
Traetta, Niccolò Jommelli und andere haben
das auf ihre Weise auch versucht. Zum anderen
ging der Anstoß zur Veränderung nicht
vom Komponisten aus, sondern von politisch
denkenden und handelnden Literaten wie Ranieri
de’ Calzabigi und seinem Schüler Marco
Coltellini,
die Gluck für die Umsetzung ihrer
Ideen zu gewinnen verstanden. Und schließlich
war die sogenannte Opernreform kein Vorgang,
bei dem eine Reformoper nahtlos auf die nächste
folgte, was nicht zuletzt Glucks Wiener Ezio
aus dem Jahr 1763 deutlich macht.
Im Vorjahr hatte Glucks Orfeo am Wiener
Burgtheater seine Uraufführung erlebt, doch
anders als die bis heute andauernde Erfolgsgeschichte
dieser bekanntesten Oper des Komponisten
suggerieren mag, ging von dem Werk
keine unmittelbare Signalwirkung aus. Zu einer
Maßstäbe setzenden „Reformoper“ wurde die
Azione teatrale di musica Orfeo ed Euridice erst
viel später. Die Zeitgenossen dürfte es darum
auch gar nicht gewundert haben, dass Gluck
sich nach dem Orfeo wieder der Komposition einer
Oper traditioneller Prägung zuwandte: Für
die Einweihung des neuen Theaters in Bologna
komponierte er im Frühjahr 1763 Il trionfo di
Clelia auf einen Text von Metastasio, dem wichtigsten
Librettisten der klassischen Opera seria.
Für den Gluck-Biographen Alfred Einstein war
das ein „ ‚Rückfall’ ins alte Opernsystem“, erklärbar
nur durch die Tatsache, dass Gluck für diese
Arbeit ein stattliches Honorar erhielt.
Folgte man der Sichtweise Einsteins, dann
wäre Gluck freilich ein Wiederholungstäter,
denn nur ein halbes Jahr nach Il trionfo di Clelia
brachte er mit Ezio eine weitere Opera seria
heraus, wieder auf einen Text von Metastasio,
und das nicht etwa an einem der italienischen
Opernhäuser, die sich Reformbemühungen
nicht zuletzt aus kommerziellen Gründen verschlossen,
sondern am Burgtheater in Wien,
damals eine der innovativsten Bühnen Europas.
Da entsprechende Dokumente nicht überliefert
sind, lässt sich weder sagen, wie es überhaupt
zu dieser Aufführung gekommen war, noch wer
Gluck den Auftrag zur Komposition erteilt und
oder wer das Sujet ausgesucht hatte. Immerhin
sind Textbücher erhalten geblieben, aus denen
unter anderem hervorgeht, welche Sänger an
der Aufführung beteiligt waren. Die Titelpartie
des durch Intrigen beinahe zu Fall gebrachten
römischen Feldherrn Ezio übernahm der Altkastrat
Gaetano Guadagni, den Gluck bereits
als Orfeo kennen und schätzen gelernt hatte;
den Kaiser Valentiniano verkörperte der Soprankastrat
Giovanni Toschi, den Gluck ebenso
von der Aufführung des Trionfo di Clelia kannte
wie den Tenor Giuseppe Tibaldi, den Darsteller
des Ränkeschmieds Massimo. Auch Tibaldis
Frau Rosa, die die Partie der zwischen Vater und
Geliebtem hin- und hergerissenen Fulvia übernahm,
dürfte Gluck bereits gekannt haben, als
er an der Partitur arbeitete.
Ein anderes wichtiges Dokument ist ein
Zeitungsbericht aus dem Wienerischen Diarium,
in dem es heißt: „Der Cav. Gluk hat vor kurzem
den Aetius, eines der besten Stücke des unsterblichen
Metastasio, von neuem in Musik gesetzet.“
Für das Wiener Publikum war Glucks Ezio in
der Tat ein ganz neues Werk, denn die Musik,
die es zu hören bekam, war in Wien zuvor nicht
erklungen. Wahrscheinlich wusste man auch
gar nicht, dass Glucks Wiener Ezio eine – wenn
auch sehr weitgehende – Überarbeitung einer
eigenen älteren Oper darstellte. Dieser erste
Ezio war 1750 von der Operntruppe des Impresarios
Giovanni Battista Locatelli am Theater an
der Kotzen in Prag zur Uraufführung gebracht
worden, scheint dann aber nach einer
Wiederaufnahme
im darauffolgenden Jahr wie so viele
Opern dieser Zeit von der Bühne verschwunden
zu sein.
Die Wiederverwendung älterer eigener Kompositionen
in neuen Werken gehörte für Gluck
zu den Selbstverständlichkeiten des Metiers, die
er mit vielen seiner Kollegen teilte. Er achtete
freilich darauf, dass er nur solche Stücke in eine
neue Partitur aufnahm, die dem Publikum, für
das er jeweils komponierte, noch nicht bekannt
waren. Deshalb erschien Massimos Arie „Se povero
il ruscello“ aus dem Prager Ezio nicht auf der
Wiener Bühne – Gluck hatte deren Musik bereits
für Orfeos große Szene „Che puro ciel“ wiederverwendet.
Von den 25 Musikstücken des Prager
Ezio übernahm er ohnehin nur knapp die Hälfte,
sieben Arien entlieh er sich aus Il trionfo di Clelia,
nur drei Arien hat er eigens für den Wiener Ezio
geschrieben und darüber hinaus auch fast alle Rezitative
neu komponiert.
Die eigentliche Arbeit bestand für Gluck
indessen nicht in der Auswahl der wiederzuverwendenden
Stücke, sondern in deren aktualisierender
Einrichtung. So mussten viele Arien
transponiert werden, um sie den Möglichkeiten
der für die Aufführung engagierten Sänger anzupassen.
In Wien stand Gluck außerdem ein
etwas größeres Orchester zur Verfügung als
in Prag, und er nutzte die Gelegenheit, seiner
Musik mehr klangliche Abwechslung zu geben.
Die wichtigsten Eingriffe in die ursprüngliche
Musik aber sind Kürzungen, vor allem solche,
durch die Gluck die langen Da-capo-Arien
straffte, indem er bei der Wiederholung des
ersten Arienteils das Orchestervorspiel und den
ersten Vokalabschnitt wegließ. Der Tendenz zu
größerer dramatischer Stringenz, die sich darin
abzeichnet, entspricht – geradezu programmatisch
– der Beginn der Oper: In Prag stellte
Gluck eine dreisätzige Sinfonia voran, wie sie für
italienische Opern dieser Zeit üblich war. Für
die Wiener Aufführung strich Gluck die beiden
letzten Sätze und ließ die Sinfonia direkt in die
Marcia übergehen, die Teil der ersten Szene
ist
und an deren Ende wiederholt wird.
Glucks Ezio bedient sich zwar auch in seiner
Wiener Fassung des musiksprachlichen Vokabulars
der Opera seria, doch tut er dies im Sinne
einer neuen Opernästhetik, für die der Begriff
der Natürlichkeit von zentraler Bedeutung war.
„… nie ist ein Tonkünstler der Natur getreuer gewesen
als er“, so der anonyme Autor im Wienerischen
Diarium. „Fast alle haben sie der Kunst
aufgeopfert. Arien, Triller, und andere Künste
leyen unterbrachen oft auf eine widersinnige Art
den Fortgang der Empfindungen und der Leidenschaften,
anstatt daß sie den Ausdruck derselben
hätten unterstützen, verstärken oder veredeln sollen.
Mit einem Worte, der Poet war der Sklave des
Tonkünstlers; und dieser kützelte das Ohr, ohne
das der Poet das Herz rühren konnte. Der Cav.
Gluk thut ganz das Gegentheil. Der Dichter gilt
bey ihm nicht allein, was er gelten kan, sondern
seine Arbeit erhält neue Annehmlichkeiten, neue
Reizungen durch eine wohl angebrachte Kunst.“
Viele der Gedanken, die hier mit Blick auf
den Wiener Ezio formuliert sind, kehren später
im programmatischen Vorwort zur Partitur
von Glucks Alceste wieder. Den Zeitgenosssen,
die ihre Einschätzung des Werks nicht auf den
bloßen Notentext, sondern auf die wahrscheinlich
von Gluck selbst mit der für ihn charakteristischen,
auf ein Maximum musiktheatralischen
Ausdrucks zielenden Hingabe geleiteten
Aufführungen gründeten, erschien Ezio nicht
wie ein „Rückfall“ in eine schon überwundene
Opernästhetik, sondern als Experimentierfeld für
eine musikdramatische Sprache, die ihre Gesetze
aus dem Geist des Dramas bezieht. Gluck bricht
nicht mit der Tradition, sondern verwandelt sie.
Thomas Seedorf
Die Handlung
Akt 1
Rom im 5. Jahrhundert n. Chr. – Siegreich
ist der Feldherr Ezio aus der Schlacht gegen
die Hunnen nach Rom zurückgekehrt. Attila,
Anführer der feindlichen Truppen, wurde in
die Flucht geschlagen, das Weströmische Reich
vor den Eindringlingen bewahrt. Valentiniano
III., Kaiser von Rom, erwartet den Helden. Er
sieht sich auf dem Höhepunkt seiner Macht.
Die Hochzeit mit Fulvia, der Tochter des römischen
Patriziers Massimo, soll sein Glück
vollkommen machen. Der Kaiser weiß nicht,
dass Fulvia Ezio liebt und sich mit diesem bereits
verlobt hat. Massimo jedoch plant eine
Verschwörung gegen den ihm verhassten Kaiser,
der einst seine Frau vergewaltigte. Er hofft, Ezio
für seine Mordpläne einspannen zu können und
enthüllt diesem Valentinianos Hochzeitspläne.
Ezio ist überzeugt, dass der Kaiser auf Fulvia
verzichtet, wenn er nur von ihrer Liebe erfährt.
Er versichert seiner Verlobten, dass sich alles
zum Guten wenden werde. Massimo versucht,
seine Tochter in die Intrige gegen den Kaiser
hineinzuziehen – sie soll Valentiniano heiraten,
um ihn dann zu töten. Entsetzt flieht Fulvia
vor den Plänen ihres Vaters. Massimo nimmt
die Vorbereitungen für den Mord schließlich
selbst in die Hand. Der Diener Emilio soll die
Tat ausführen. Den Verdacht will Massimo auf
Ezio lenken. Onoria, die Schwester des Kaisers,
ist in Ezio verliebt. Um Ezio sich und dem Hof
stärker zu verpflichten, unterstützt Valentiniano
diese Verbindung. Er beschließt, den Feldherrn
mit seiner Schwester zu vermählen. Ezio verweigert
sich diesem Vorhaben und bekennt sich
offen zu Fulvia. Doch der Kaiser bleibt hart:
Durch Onoria lässt er Fulvia und Ezio mitteilen,
dass er bereits am kommenden Tag Fulvia
heiraten werde. Ezio beruhigt die verstörte Fulvia.
Er baut auf seinen Einfluss und seine Macht
als siegreicher Krieger. Ezio könnte das Volk gegen
Valentiniano aufwiegeln. Ezio und Fulvia
versichern sich gegenseitig ihrer Liebe.
Akt 2
Der Mordanschlag auf den Kaiser ist fehlgeschlagen.
Valentiniano hat den Attentäter Emilio
verwundet und in die Flucht geschlagen.
Geschickt wendet Massimo den Verdacht auf
Ezio. Der Kaiser vermutet nun seinen Feldherrn
hinter dem Komplott. Fulvia muss hilflos mitansehen,
wie ihr Vater den Geliebten anklagt.
Fulvia macht Massimo schwere Vorwürfe. Dieser
erinnert sie an ihre Pflichten als Tochter und
stürzt sie in einen schweren Gewissenskonflikt:
Um dem Geliebten zu helfen, müsste sie den
Vater verraten. Ezio hat von dem Anschlag auf
den Kaiser erfahren. Er eilt herbei, um Valentiniano
zu helfen. Fulvia will ihn zur Flucht überreden
und enthüllt ihm, dass man ihn, Ezio, als
Verschwörer verdächtigt. Ezio kann das nicht
glauben. Doch der Präfekt Varo kommt hinzu,
entwaffnet Ezio und nimmt ihn fest. Varo erklärt
Fulvia, dass sie Ezio nur retten kann, wenn
sie – und sei es nur zum Schein – in eine Heirat
mit Valentiniano einwilligt. Valentiniano eröffnet
seiner Schwester Onoria, dass der Hunnenkönig
Attila zur Bekräftigung des Friedens um
ihre Hand angehalten hat. Onoria ist jedoch
erst zur Ehe bereit, wenn die Verschwörung
gegen ihren Bruder vollständig aufgeklärt ist.
Fulvia zeigt sich dem Kaiser gegenüber besorgt.
Dieser deutet ihre Fürsorge als Liebe. Um Ezio
zu demütigen, verlangt er, dass Fulvia an seiner
Seite bleibt, wenn der Gefangene vorgeführt
wird. Fulvia bleibt keine andere Möglichkeit,
als diesem Befehl Folge zu leisten. Ezio glaubt
sich von Fulvia verraten. Er beschuldigt den
Kaiser, dass dieser ihn nur des Verrats bezichtige,
um sich seiner zu entledigen. Fulvia verstellt
sich zunächst und verleugnet ihre Liebe zu Ezio.
Schließlich kann und will sie die Maskerade
nicht länger aufrechterhalten und bekennt sich
zu ihrem Verlobten. Außer sich vor Wut lässt
Valentiniano den Feldherrn in den Kerker werfen.
Ezio kann diese Strafe nichts anhaben: Er
weiß, dass Fulvia ihn liebt. Zornentbrannt machen
Valentiniano und Massimo Fulvia schwere
Vorwürfe. Valentiniano besteht auf einer sofortigen
Hochzeit. Doch Fulvia hat keine Angst
mehr vor seinen Drohungen. Sie hat schon so
viel Leid erfahren.
Akt 3
Valentiniano will Ezio zur Einsicht bewegen
und geht zu ihm in den Kerker. Er befiehlt Varo,
Ezio zu töten, wenn dieser sich nicht zum Kaiser
bekenne. Varo warnt davor, dass Ezios Tod
einen Tumult beim Volk auslösen könne. Valentiniano
lässt scheinbare Milde walten: Er lässt
Ezio frei, ja, er gibt ihm sogar Fulvia zurück. Im
Gegenzug soll Ezio ihm die Hintergründe des
Mordanschlags enthüllen. Ezio verweigert dies –
schließlich ist er unschuldig. Zu seinem großen
Erstaunen schenkt ihm Valentiniano dennoch
die Freiheit. Ezio ahnt nicht, dass der Kaiser ihn
hinterrücks ermorden lassen will. Varo meldet,
dass der Befehl, Ezio zu töten ausgeführt worden
ist. Fulvia ist tief erschüttert, und Massimo
ist hoch erfreut über diese Nachricht. Onoria
bringt indessen den Beweis für Ezios Unschuld.
Emilio hat kurz vor seinem Tod den Mordversuch
gestanden, ohne jedoch den Namen seines
Auftraggebers preisgegeben zu haben. Der
Verdacht fällt auf Massimo, und Fulvia sieht
sich gezwungen, selbst die Tat zu gestehen, um
den Vater zu retten. Valentiniano sieht sich von
allen verlassen und verraten. Massimo will sich
bei Fulvia für ihre Loyalität bedanken, doch sie
stößt ihn von sich. Allein im Tod, so scheint ihr,
findet sie noch Trost. Massimo wiegelt das Volk
gegen den Kaiser auf und marschiert mit den
Aufrührern zum Kapitol. Valentiniano muss
sich allein gegen die Aufständischen verteidigen.
Er hofft in Massimo einen Verbündeten zu finden,
doch dieser gibt nun sein wahres Gesicht
zu erkennen. Er will den Kaiser selbst töten. In
diesem Moment tritt Ezio dazwischen. Varo hat
den Mord an Ezio nur vorgetäuscht, in Wahrheit
aber den Freund verborgen. Ezio rettet den
Kaiser. Massimo wird festgenommen. Voller
Dankbarkeit, dass Ezio ihm das Leben gerettet
hat, gibt ihm Valentiniano Fulvia zur Frau. Auf
Bitten Ezios schenkt der Kaiser schließlich auch
Massimo das Leben.
MITWIRKENDE · Participants
Michael Hofstetter
Seit 2005 ist Michael Hofstetter Chefdirigent
von Chor und Orchester der Ludwigsburger
Schlossfestspiele. Der gebürtige Münchner, der
seine Karriere an den Theatern in Wiesbaden (Kapellmeister)
und Gießen (Generalmusikdirektor)
begann, hat sich in den letzten Jahren als einer
der meistgefragten jungen Dirigenten etabliert.
Insbesondere als Barockspezialist und Experte
für authentische Aufführungspraxis machte er
sich mit Opern wie Händels Alcina und Giulio
Cesare in Egitto (in Zusammenarbeit mit dem Regisseur
Herbert Wernicke) einen Namen. Doch
Hofstetters
vielseitiges Repertoire reicht weiter: Als
er im Jahr 2000 die Neuproduktion von Wagners
Tristan und Isolde am Opernhaus Dortmund leitete,
wurde er bei der jährlichen Kritikerumfrage
der
Fachzeitschrift Opernwelt mehrfach als Dirigent
des Jahres nominiert. Sein Faible und Engagement
für die Operette wurden mit der Robert-Stolz-
Medaille gewürdigt. Michael Hofstetter,
seit 2006
auch Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters,
ist bei vielen bedeutenden Opernhäusern,
Orchestern und Festivals zu Gast, u.a. an der
Hamburgischen und der Bayerischen Staatsoper,
der Deutschen und der Komischen Oper Berlin,
der Norske Opera Oslo und der Royal Opera
Kopenhagen, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona,
der Welsh National Opera in Cardiff, dem
Theater Basel sowie seit Jahren bei den Salzburger
Festspielen, wo er 2006 die Mozart-
Trilogie
Irrfahrten (Regie: Joachim Schlömer) dirigierte.
In der Spielzeit 2006/07 leitete er u.a. die
Produktion Actus tragicus an der Staatsoper Stuttgart
sowie Humperdincks Hänsel und Gretel an der
Semperoper Dresden, außerdem die erste szenische
Realisierung von Händels Oratorium La resurrezione
bei den Händel-Festspielen Karlsruhe,
wo er Anfang 2008 zudem mit großem Erfolg
Giulio
Cesare in Egitto aufführte. Zukünftige Projekte
umfassen u.a. eine Produktion von Berlioz’
Oper Béatrice et Bénédict an der Houston Grand
Opera im Herbst 2008 sowie Mozarts Le nozze di
Figaro an der Welsh National Opera in Cardiff im
Frühjahr 2009.
Ruth Sandhoff
Die Mezzosopranistin Ruth Sandhoff
(Valentiniano)
studierte Gesang in Köln
und Freiburg bei Ingeborg Most. Großen Einfluss
auf ihre weitere stimmliche Entwicklung
hatte darüber hinaus die Arbeit mit Beata Heuer-
Christen, Anna Reynolds und Cornelia Kallisch.
Ruth Sandhoffs Repertoire reicht von Werken
des Frühbarock – aufgeführt u.a. mit Musica
Antiqua Köln, Concerto Köln und dem Freiburger
Barockorchester – bis hin zu Ur- bzw. Erstaufführungen
zeitgenössischer Kompositionen,
z.B. Wolfgang Rihms Deus Passus im Rahmen
der Luzerner Festspiele. Die Sängerin gastierte
regelmäßig bei namhaften Festivals wie dem
Oregon Bach Festival, dem Melbourne Art Festival,
dem Bach Festival Philadelphia und dem
Europäischen Musikfest Stuttgart sowie an den
Opernhäusern in Leipzig, Wiesbaden und Köln.
Konzertreisen führten sie in die USA, nach
Australien und ins europäische Ausland. Ruth
Sandhoff wirkte bei zahlreichen Fernseh- und
Rundfunkaufnahmen sowie CD-Produktionen
im In- und Ausland mit, darunter Bachs Magnificat
unter der Leitung von Helmuth Rilling und
Telemanns Magnificat
mit La Stagione Frankfurt
und Michael Schneider.
Kürzlich standen Bachs
Kantaten für Alt solo beim Eröffnungskonzert
des Bachfestivals in Riga sowie eine Händel-
Opernproduktion mit der Akademie für alte
Musik Berlin auf dem Programm der Sängerin.
Kirsten Blaise
Mit einem Repertoire, das von Dowland
bis Adams und von der Kammermusik
bis zur Oper reicht, ist die amerikanische Sopranistin
Kirsten Blaise (Fulvia) ein gern gesehener
Gast in den wichtigen Musikzentren der Welt,
so u.a. beim Carmel Bach Festival, dem Oregon
Bach Festival sowie am Lincoln Center in New
York. 2003 gab Kirsten Blaise ihr Debüt im Concertgebouw
Amsterdam sowie bei den Karlsruher
Händel-Festspielen als Arianna in Giustino.
Außerdem wirkte sie in der Rolle des British
Dancing Girl in der britischen Premiere sowie in
der preisgekrönten Verfilmung von John Adams’
Oper The Death of Klinghoffer unter Leonard
Slatkin mit. In der Saison 2005/06 debütierte sie
am Pariser Théâtre du Châtelet in der Rolle der
Woglinde in Wagners Ring-Zyklus. Zu weiteren,
von der Kritik hochgelobten Auftritten gehören
Händels Almira bei den Händel-Festspielen
Karlsruhe und die Orazia in Cimarosas Gli Orazi
e i Curiazi bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen
2005 unter Michael Hofstetter, mit dem
sie seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit
verbindet. Beim Huddersfield Contemporary
Music Festival 2006 war die Sopranistin mit dem
Pianisten Nicolas Hodges und einem für sie von
Michael Finnissy komponierten Liederzyklus zu
hören. Seit der Saison 2007/08 gehört Kirsten
Blaise zum festen Sängerensemble des Staatstheaters
Karlsruhe, wo sie u.a. als Donna Anna
in Mozarts Don Giovanni und als Cleopatra in
Händels Giulio Cesare zu hören ist.
Franco Fagioli
Der Countertenor Franco Fagioli (Ezio)
wurde 1981 in Argentinien geboren. Zunächst
studierte er Klavier am Musikinstitut
seiner Heimatstadt, begann dann jedoch ein
Gesangsstudium an der Kunstakademie des
Teatro Colón in Buenos Aires. 199 7 gründete
er den Chor von San Martin de Porres mit dem
Bestreben, den Jugendlichen seiner Region die
Tür zur Musik zu öffnen. Auf Anraten seiner
Gesangsprofessorin Annelise Skovmand sowie
von Celina Lis und Ricardo Yost entschied er
sich schließlich für eine künstlerische Laufbahn
als Countertenor. Nach dem Sieg beim vielbeachteten
Bertelsmann-Gesangswettbewerb Neue
Stimmen 2003 eröffnete sich dem jungen Sänger
eine internationale Karriere: Seither war er u.a.
bei den Händel-Festspielen in Halle, am Théâtre
des Champs-Élysées in Paris, am Opernhaus
Zürich unter Marc Minkowski und Nikolaus
Harnoncourt
sowie bei den Innsbrucker Festwochen
unter der Leitung von René Jacobs zu
hören. Neben der Opernliteratur pflegt Franco
Fagioli auch das geistliche Konzertrepertoire.
So war er im Mai 2007 bei den Salzburger Festspielen
mit Scarlattis Oratorio a quattro voci unter
der Leitung von Riccardo Muti zu hören.
Sophie Marin-Degor
Die französische Sopranistin Sophie Marin-
Degor (Onoria) stand schon als Jugendliche
auf der Bühne, nachdem sie ihre musikalische
Ausbildung an der Maîtrise de Radio-France
begonnen hatte. Nach einem zweijährigen Engagement
an der Comédie Française in Paris
entdeckte sie mit ihrem Auftritt in Glucks Orfeo
ed Euridice am Théâtre des Champs-Élysées ihre
Vorliebe für das klassische Repertoire. Unter der
Leitung des französischen Dirigenten und Barockspezialisten
Jean-Claude Malgoire erarbeitete
sie sich wichtige Rollen des barocken Opern- und
Oratorienrepertoires
sowie zentrale Frauenpartien
des Mozart-
Fachs wie Pamina in der Zauberflöte,
Susanna und Gräfin in Le nozze di Figaro, Despina
in Così fan tutte sowie Zerlina und Donna Anna in
Don Giovanni. Darüber hinaus arbeitete die Sängerin
mit namhaften Dirigenten wie Sir John Eliot
Gardiner, William Christie und Nikolaus
Harnoncourt
zusammen. Vom Magazin Opernwelt wurde
sie für die Interpretation der Armide in Wiesbaden
und später Tel Aviv als eine der drei besten Sängerinnen
des Jahres 2004 nominiert. Neben ihren
Opernauftritten widmet sich Sophie Marin-Degor
außerdem intensiv dem Liedgesang und der zeitgenössischen
Musik. In der Saison 2006/07 sang
Sophie Marin-Degor u.a. in Lehárs Die lustige
Witwe an der Opéra
Comique in Paris sowie unter
Marc Minkowski
als Micaëla in Bremen und als
Mélisande
in Moskau in der russischen Erstaufführung
von Ravels Pelléas et Mélisande.
Zukünftige
Projekte führen sie als Rosalinde nach Toulouse,
Montecarlo und Lausanne.
Stefano Ferrari
Der italienische Tenor Stefano Ferrari
(Massimo) studierte zunächst Violine am
Konservatorium in Brescia, bevor er 1995 eine
Gesangsausbildung bei Sherman Lowe begann.
Nach seinem Debüt als Tamino in Mozarts Zauberflöte
199 bei der Associazione Lirica Concertistica
Italiana sang er u.a. an den Opernhäusern
in Mailand, Venedig, Paris, Brüssel und
Budapest sowie bei zahlreichen Festivals, darunter
die Salzburger Festspiele, das Festival Verdi
und das Festival International d’Opéra Baroque
de Beaune. Stefano Ferrari arbeitete bereits mit
herausragenden Dirigenten wie Giancarlo Andretta,
Riccardo Muti und Rinaldo Alessandrini.
Sein Repertoire ist sehr vielseitig und umfasst
sowohl Kirchenmusik als auch sinfonische
Werke sowie Opern von Bach, Händel, Mozart
über Beethoven, Puccini, Rossini bis hin zu Philip
Glass, Goffredo Petrassi und Ariel Ramírez.
Demnächst wird der Tenor als Tamino am New
National Theatre in Tokyo sowie als Macduff in
Verdis Macbeth beim Glyndebourne Festival zu
sehen sein. Mit Jean-Christophe Spinosi nahm
Stefano Ferrari Vivaldis Oper Griselda sowie
mit Federico Maria Sardelli Vivaldis Atenaide
auf CD auf.
Netta Or
Die Sopranistin Netta Or (Varo) wurde 2006
als „Star der neuen Generation“ bei den
Salzburger Festspielen vorgestellt, nachdem sie
dort 2005 mit der Partie der Aspasia in Mozarts
Mitridate, re di Ponto ihr erfolgreiches Debüt
gegeben hatte. Sie studierte an der Musikhochschule
Köln und ergänzte ihre Ausbildung durch
Meisterkurse bei Joan Dorneman, Kai Wessel
und Kurt Moll. Von Dirigent Andreas Spering
entdeckt, sang sie bereits im Alter von 22 Jahren
bei den 25 . Händel-Festspielen Karlsruhe. Noch
während des Studiums wurde die Sängerin außerdem
an das Opernstudio der Deutschen Oper
am Rhein in Düsseldorf verpflichtet, wo sie seit
2003 als festes Mitglied engagiert ist und 2006/07
mit großem Erfolg u.a. ihr Debüt als Donna
Elvira
in Mozarts Don Giovanni gab. Weitere Engagements
führten sie u.a. zu den Ludwigsburger
Schlossfestspielen, den Musikfestspielen Potsdam
Sanssouci, den Schwetzinger Festspielen sowie an
das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth. Auch
im Konzertbereich ist sie eine gefragte Solistin:
Sie gestaltete die Sopranpartien in Bachs Passionen,
Händels Messias sowie Brahms’ Requiem bei
Aufführungen an so renommierten Häusern wie
der Kölner Philharmonie, der Beethovenhalle
Bonn oder dem Théâtre des Champs-Élysées
Paris. 2008 gibt Netta Or ihre Rollendebüts als
Konstanze in Mozarts Die Entführung aus dem
Serail und Adina in Donizettis L’elisir d’amore an
der Deutschen Oper am Rhein.
Orchester der Ludwigsburger
Schlossfestspiele
1972 von Wolfgang Gönnenwein gegründet,
besteht das Orchester der Ludwigsburger
Schlossfestspiele auch nach dem Wechsel seines
langjährigen Chefdirigenten im Wesentlichen
unverändert weiter. Die Besetzung aus Mitgliedern
führender baden-württembergischer Orchester,
Hochschulprofessoren und -absolventen
wurde seit 2005 unter der Leitung seines neuen
Chefdirigenten Michael Hofstetter vor allem
um junge freie Musiker aus der Alte-Musik-
Szene ergänzt und so dem neuen künstlerischen
Kurs angepasst: einer lebendigen authentischen
Aufführungspraxis. Ziel ist es, jedes Werk vom
Barock bis zur Moderne mit den Instrumenten
und in der Spielweise aufzuführen, für die es
komponiert wurde – eine Herausforderung, der
die Musiker mit größtmöglicher stilistischer Flexibilität
begegnen. Mit Michael Hofstetter ist das
Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele
auch zunehmend auf dem europäischen Musikmarkt
präsent, im Sommer 2006 etwa bei der
Schubertiade im österreichischen Schwarzenberg
sowie in den letzten Folgen von Götz Alsmanns
ZDF-Klassik-Show Eine große Nachtmusik.
CD 1 | | 1 | | Sinfonia. Allegro | | 03:09 |  | Act 1 | | 2 | | Scene 1 Recitativo (Massimo): “Signor, mai non più fasto la prole di Quirino” | | 02:06 |  | | 3 | | Scene 2 Recitativo (Ezio): “Signor, vincemmo.” | | 07:01 |  | | 4 | | Scene 3 Recitativo (Ezio): “Cara, di te più degno torna il tuo sposo” | | 01:34 |  | | 5 | | Aria (Ezio): “Pensa a serbarmi, o cara, i dolci affetti tuoi” | | 06:11 |  | | 6 | | Scene 4 Recitativo (Fulvia): “E soffrirai, che sposa abbia la figlia” | | 07:04 |  | | 7 | | Scene 5 Recitativo (Massimo): “Pria che sorga l’aurora, mora Cesare, mora.” | | 06:56 |  | | 8 | | Scene 6 Recitativo (Valentiniano): “Ezio sappia ch’io bramo seco parlar | | che qui l’atte |  | | 9 | | Scene 7 Aria (Valentiniano): “So chi t’accese: basta per ora.” | | 01:15 |  | | 10 | | Scene 8 Recitativo (Onoria): “Fulvia, ti vuol sua sposa Cesare al nuovo dì.” | | 06:21 |  | | 11 | | Scene 9 Recitativo (Fulvia): “Ferma, sentimi, Onoria.” | | 00:48 |  | | 12 | | Duetto (Fulvia): “Va, ma tremo al tuo periglio” | | 04:32 |  | Act 2 | | 13 | | Scene 1 Recitativo (Massimo): “Qual silenzio è mai questo!” | | 02:02 |  | | 14 | | Scene 3 Aria (Valentiniano): “Se nel trono in tanti affanni non ritrovo un cor fedele” | | 06:24 |  | | 15 | | Scene 4 Recitativo (Fulvia): “E puoi d’un tuo delitto Ezio incolpar?” | | 04:28 |  |
total 62 : 19 | CD 2 | | 1 | | Scene 5 Recitativo (Fulvia): “Che fo? Dove mi volgo?” |  | | 2 | | Scene 6 Aria (Ezio): “Recagli quell’acciaro” | | 02:04 |  | | 3 | | Scene 7 Recitativo (Fulvia): “Varo, se amasti mai, de’ nostri affetti pietà dimostra” | | 05:35 |  | | 4 | | Scene 8 Recitativo (Varo): “Folle è colui che al tuo favor si fida, instabile fortuna.” | | 05:54 |  | | 5 | | Scene 9 Recitativo (Valentiniano): “Onoria, ascolta. Oggi, per mio riposo tu devi ad uno sposo” | | 08:29 |  | | 6 | | Scene 10 Recitativo (Valentiniano): “Olà, qui si conduca il prigionier.” | | 06:55 |  | | 7 | | Scene 11 (Valentiniano): “Ah temerario! ah ingrata!” | | 06:40 |  | | 8 | | Scene 12 Terzetto (Fulvia): “Passami il cor, tiranno!” | | 04:54 |  | Act 3 | | 9 | | Scene 1 Recitativo (Valentiniano): “Olà! Varo si chiami.” | | 02:05 |  | | 10 | | Aria (Ezio): “Se il fulmine sospendi, se ottengo il tuo perdono” | | 03:49 |  | | 11 | | Scene 5 Recitativo (Valentiniano): “Varo, eseguisti il cenno?” | | 02:39 |  | | 12 | | Aria (Onoria): “Vuoi consigli? Il chiedi invano. T’abbandono al tuo periglio.” | | 02:45 |  | | 13 | | Scene 7 Recitativo (Massimo): “Cesare, alla mia fede troppo ingrato sei tu, se ne sospetti.” | | 01:55 |  | | 14 | | Aria (Valentiniano): “Sono in mezzo a un’ onda infesta” | | 03:41 |  | | 15 | | Scene 8 Recitativo (Massimo): “Partì una volta: ah, lascia, mia speme, mio sostegno” | | 06:27 |  | | 16 | | Scene 9 Recitativo (Fulvia): “Misera, dove son! L’aure del Tebro son queste ch’io respiro?” | | 06:32 |  | | 17 | | Recitativo (Massimo): “Inorridisci, o Roma: l’Attila lo spavento” | | 03:29 |  | | 18 | | Coro (Onoria, Fulvia, Valentiniano, Varo, Ezio & Massimo): “Della vita nel dubbio cammino” | | 01:39 |  |
total 78 : 50 | |
|
|