Jarnot, Konrad
13.02. Princeton, USA
Rogé, Pascal
11.02. Oudshoornse Kerk
Rüdiger Lotter / Lyriarte
13.02. München, Allerheiligenhofkirche (mit Christine Schornsheim, Sebastian Hess)
Glemser, Bernd
10.02. Köln - Philharmonie – Liszt: „Totentanz“
12.02. Jena - Volkshaus - Liszt: „Totentanz“
14.02. Jena - Rathausdiele Rezital
Piano Duo Anna & Ines Walachowski
12.02. Dresden, Schauspielhaus
Albrecht, Hansjörg
13.02. Hamburg, Hauptkiche St. Jacobi
 
 

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   Valery Afanassiev / Mozarteum Orchester Salzburg: Ludwig van Beethoven: Piano Concertos Nos. 3 & 5
Composer: Beethoven, Ludwig van
Price: 17.99 €
Cat-Nr.: OC 311
Format: 2 CD

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Valery Afanassiev, writer, philosopher and musician, is a perfect artist. His friendship with conductor Hubert Soudant gives us this document of his art.

Hubert Soudant, conductor
Valéry Afanassiev, PIANO


CD 1

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Piano Concerto No. 3 in C minor Op. 37
1  Allegro con brio  18:53  
2  Largo  11:57  
3  Rondo – Allegro  10:04  

CD 1 total 40 : 54

CD 2

Piano Concerto No. 5 in E flat major Op. 73
1  Allegro  22:40  
2  Adagio un poco mosso  09:16  
3  Rondo – Allegro  11:43  

CD 2 total 43 : 39

Reviews

Beethoven zum Entdecken (Armin Berger)
Am 29.07.2003 erschien eine Besprechung dieser Aufnahme von Hans Alberts unter dem Titel: Beethoven zum Abgewöhnen bei http://www.klassik.com/magazin/records/teaser.cfm?RECID=3180 Ich kann mich dieser Bewertung nicht anschließen und habe hier eine Antwort mit dem Titel: Beethoven zum Entdecken Der Analyse von Herrn Alberts ist weitenteils durchaus zuzustimmen; auf keinen Fall jedoch der Bewertung! Herr Alberts hat einfach nicht erkannt, um was es in dieser Interpretation Afanassievs geht: Er hat Recht, es ist nichts vom „Beethovenschen Pathos“ zu finden, und „nichts von der Dämonie des Anfangs“. Auch hat er recht, dass Afanassiev und Soudant gar keine Spannungsbögen aufbaut. Nur: Das heißt nicht, dass es ihnen „nicht gelingt“, sondern dass es ihnen darum gar nicht geht. Natürlich wird es so sein, dass jemand, der bei Beethoven „ungeheure Spannung“ und „Dramatik“ erwartet, diese Interpretation vermutlich „langweilig“ empfinden wird. Wer Beethoven auf diese Aspekte hin hört, der muss wohl von dieser Aufnahme enttäuscht werden. Nur: Gerade diese Aspekte sind es, die als „konventionell“ bezeichnet werden sollten. Afananssiev und Soudant hingegen lassen die Musik geradezu singulär revolutionär erklingen: Statt individuellen Ausdruck geht es – vermutlich ähnlich wie es immer der Versuch Celibidaches war – darum, die Musik ganz aus der Ruhe entstehen zu lassen. Da ist weder etwas vorwärtsdrängend noch rückwärts verhalten. Die Fluss der Musik ist größtenteils ganz ruhend. Herr Alberts müsste nur seine Erwartungshaltung ändern und ganz anders zuhören, dann würde sich ihm diese Interpretation sicherlich erschließen. Dann ist nämlich auch „des Pianisten Spiel“, das „beinahe etwas ‚buchstabierend’“ wirkt, ganz anders zu bewerten: Wie sagte ein österreichischer Radiomoderator zu dieser Aufnahme so treffend: „Afanassiev lässt uns die Musik gar nicht zuhört, ständig erregt er unsere Aufmerksamkeit.“ Genau das ist es: Sonst scheinbar nebensächliche Läufe werden bei ihm zum Ereignis. Besser gesagt: Es gibt gar keine Nebensächlichkeiten. Jeder Ton ist gleich viel wert. Genau besehen ist daher die Rede vom „eigenwilligen“ Künstler verfehlt: Es geht nicht um subjektiven Ausdruck, sondern der Klang selbst bestimmt, „welche Differenzierungen, welche Anschlagsvariablen und Dynamikveränderungen“ erforderlich sind. Afanassiev stellt sie nur nicht – wie sonst üblich – in den Dienst des subjektiven Ausdrucks – das Subjektiv-Interpretierende Afanassievs besteht bloß darin, Melodien herauszuarbeiten –, sondern des »objektiven« Klangs. Jedem Moment muss man seine ganze Aufmerksamkeit zukommen lassen. Wer diese durchgängige Hör-Konzentration nicht aufbringt – wobei es einem Afanassiev mit seiner bestechenden Präsenz ganz leicht macht – oder gewöhnt ist, sich von Musik berauschen zu lassen, dem wird das Klangempfinden dieser Ausnahmeninterpretation vermutlich gänzlich entgegen. Das anti-dramatische, oberton-erklingende Spiel ist jedoch keine „praktizierte Harmlosigkeit“, sondern ragt zum aufregenden Neuentdecken der Musik Beethovens aus der Flut der sonst so ähnlichen Aufnahmen wie ein Monolith heraus. Es ist geradezu ein Wunder, wie es Soudant mit seinem Orchester schafft, sich Afanassiev und seinem Klangkonzept anzupassen. Wie man solche Gemeinsamkeit als „uninspiriert“ bezeichnen kann, ist mir ein Rätsel! Bei anderen (durchaus inspirierten) Aufnahmen, wie etwa bei der jüngst von Harnoncourt/Aimard vorgelegten, wirken die musikalischen Auffassungen im Vergleich wie völlig aneinander vorbeigehend. Wer es spannend findet, einmal den großen Klassiker ohne subjektiven Ausdruck zu entdecken, dem kann diese Aufnahme nur allerwärmstens ans Herz gelegt werden. So gesehen wirken diese Konzerte Beethoven durchaus „wie unbekannte Werke“, und dem Oehms-Label ist zu gratulieren, seinem Ziel so nahe gekommen zu sein. Es ist zu hoffen, dass Oehms noch viele weitere Aufnahmen mit diesem ganz ungewöhnlichen Pianisten machen und hoffentlich auch die Rechte des inzwischen nicht mehr bestehenden Labels Denon erstehen wird, um dessen schon bislang abnormen – im besten Sinn des Wortes – Interpretationen wieder zugänglich zu machen!

Date: 27.01.2004City: InnsbruckValoration:
Review about: Afanassiev, Valery: Ludwig van Beethoven: Piano Concertos Nos. 3 & 5

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