Klassik  Kammermusik  Vokal
Singer Pur & featuring The Hilliard Ensemble Rihm - Sciarrino - Moody - Metcalf OC 354 CD
1 Stück sofort lieferbar. Lieferung bis Mittwoch, 6. Mai 2015 Preis 9,98 EURO

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FormatAudio CD
BestellnummerOC 354
Barcode4260034863545
LabelOehmsClassics
Erschienen am26.08.2004
Verkaufsrang4159

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A-cappella-Formation aus ehemaligen Regensburger Domspatzen plus eine Sopranistin, beim „Tampere-Musikfestival“ in Finnland mit dem „Grand Prix für Vokalmusik“ ausgezeichnet und 1. Preis des „Deutschen Musikwettbewerbs“, hat mit der Konzertreihe „The Hilliard Ensemble meets Singer Pur“ großes Aufsehen erregt! Auf dieser CD, unterstützt durch das Hilliard Ensemble, kommen zeitgenössische Kompositionen zur Uraufführung.

Die Komponisten

Wolfgang Rihm wurde 1952 in Karlsruhe geboren und blieb bis heute in seiner Heimatstadt. Er studierte Klavier und Komposition bei Eugen Werner Velte an der dortigen Musikhochschule, wo er selbst seit 1973 unterrichtet und seit 1985 ein Professur innehat. Rihm gilt als einer der bedeutendsten Komponisten unserer Tage. Sein Opus besteht inzwischen aus über einhundertfünfzig Werken, davon viele für Musiktheater, eine große Anzahl Orchesterstücke sowie Vokal-und Kammermusik. 2003 wurde er mit dem internationalen Ernst-von-Siemens-Musikpreis geehrt. Auf die Frage, was Wolfgang Rihm mit seiner Musik wolle, antwortete er einmal: „Bewegen und bewegt sein.“

Ivan Moody, 1964 in London geboren, studierte dort bei Brian Dennis sowie bei Sir John Tavener. Die Liturgie der orthodoxen Kirche hat starken Einfluss auf sein Schaffen. Ein großer Anteil seiner Kompositionen beschäftigen sich mit liturgischer Thematik. Er erhielt zahlreiche Aufträge von international bekannten Ensembles. Außerdem hat Ivan Moody mit musikwissenschaftlichen Beiträgen an den neuesten Editionen von internationalen Musiklexika mitgewirkt.

Salvatore Sciarrino, 1947 in Palermo geboren, beschäftigte sich bereits als Kind mit den bildenden Künsten. Er begann als Zwölfjähriger autodidaktisch mit dem Komponieren, nahm dann Unterricht bei Antonio Titone und später bei Turi Belfiore. Seine Werke wurden seitdem mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Er unterrichtete am Konservatorium in Mailand und Perugia, wo er zur Zeit lebt. Heute ist er Dozent am Konservatorium in Florenz. Sciarrinos Musik stand schon immer für neues Klangmaterial, aber auch das Verhältnis zwischen Klang und Schweigen hat für ihn an Bedeutung zugenommen, so dass seine Musik eine besondere Transparenz bekam. Seine äußerst konzentrierte facettenreiche musikalische Ausdrucksweise spiegelt das momentane Zeitgefühl wieder.

Die Amerikanerin Joanne Metcalf (*1958) studierte unter anderem in den Niederlanden bei Louis Andriessen, der einer der namhaftesten und erfolgreichsten Schüler Luciano Berios ist. Heute ist sie Professorin am Musikkonservatorium der Lawrence-University in Appleton/Wisconsin. Zahlreiche Künstler aus Europa und den USA vergaben Aufträge an die Komponistin. 1994 gewann sie den „Hilliard Composition Prize“ für ihr Chorwerk Music for the Star of the Sea. Für das Hilliard- Ensemble und Singer Pur komponierte sie 1998 Il nome del bel fior nach einem Text aus Dantes „Paradiso“. (www.bel-fior.org)

Zu dieser Einspielung

Die zeitgenössische Musik hat im Repertoire von Singer Pur seit der Gründung der Gruppe eine bedeutende Rolle gespielt. Nachdem in den vergangenen Jahren immer mehr Komponisten für den vokalen Klangkörper unseres Ensembles schreiben wollten, haben wir uns entschlossen, diesen neu entstandenen Stücken eine eigene Aufnahme zu widmen. Die Werke, die auf der hier vorliegenden Einspielung zu hören sind, entstanden ohne Ausnahme als Auftragskompositionen für Singer Pur. Anlässlich der Gestaltung der österlichen Karwoche 2001 an der römischen „Basilica dei SS. XII Apostoli“ und mit großzügiger Unterstützung der Ernst-von-Siemens- Musikstiftung (Siemens Arts Program) haben Wolfgang Rihm und Salvatore Sciarrino ihre hier dokumentierten Passionsmotetten geschrieben. Mit Ivan Moody ist die Gruppe seit 1994 freundschaftlich verbunden. Die Amerikanerin Joanne Metcalf hat mit ihrem großen Zyklus Il nome del bel fior unserer langen Zusammenarbeit mit dem britischen Hilliard Ensemble ein musikalisches Denkmal gesetzt. Allen Komponisten, die für uns geschrieben haben (und es vielleicht noch tun werden), möchten wir an dieser Stelle herzlich danken.

„La circulata melodia“ – das Bild der zirkelförmigen, in sich kreisenden Weise, das Dante in seinem Epos „Paradiso“ aufgreift, lässt sich nicht nur im musikalischen Satz von Joanne Metcalfs Vertonung ausmachen. Auch die anderen hier dokumentierten Kompositionen weisen alte, immer wiederkehrende Melodie- floskeln und repetierende Momente auf. Die Darstellung auf unserem Coverbild zeigt den „Ouroboros“, ein uraltes Symbol vieler Kulturen der Welt (einschließlich der christlichen). Die sich in den Schwanz beißende Schlange steht für Ganzheit, Sterben und Werden, Leben und Tod, letztlich auch für die Überwindung des Todes. (kw)

Wolfgang Rihm
Glanzlose Pracht Passionsmotetten (I–IV)


Lebenslange Sehnsucht nach einer primären Klangsetzung rettet sich durch alle Verkleidungsspiele hindurch. Von eingewachsenen Splittern verschieden alter Masken gezeichnet, erscheint ein großes weiches Antlitz, großer Träume fähig und sehr klug. Immer war seine Ohrenbeute der verletzte Klang, das missgestimmte Instrument: auch die vox humana krümmt sich in diesen Gedanken hinein. Schweigen. Dann ein Flüstern – in flüchtigen Sekunden die Imagination einer Ölberg-Szenerie. Versammlung leiser Stimmen, die ein Echo Christi buchstabieren. Aus zerschlissenen Akkorden wird atmende, zitternde Bewegung. Luft-Architektur wölbt sich vom „sustinete hic“ – „bleibt hier!“ zum kunstvoll-unreinen Spitzenton des „turbam quae circumdabit me“ – „lärmende Menge, die mich umringt“. Das Ausgeliefertsein sucht seinen Sinn – mit verzweifeltem Spagat weitauseinanderliegender Harmonien – im „vadam immolari“. Und Abschiedsruhe spricht aus dem nächsten Klang: „pro vobis“ – für euch geschehe es. Im endlichen Verblassen und Wegsinken von c-moll nach h-moll wird aus dem Opfergang der Rückzug in ein scheues Rätsel.

Und siehe, wir erblickten ihn – „Ecce vidimus eum“. Glanzlos beginnt wieder, was zu ungeheurem Aufschwung drängt. „Peccata nostra portavit“: reine Quarten und Quinten der Sopranlinie verkünden Trost und Freude. Darunter verbeißen sich die Terzen fortwährend ineinander, formen eine rauhkehlige, in ihren Wunden dick anschwellende Musik.

Unvermittelt werden eine Episode später Zeit und Erinnerung außer Kraft gesetzt – Silben und Pausen reihen sich quasi senza tempo. Durch einen schmalen Spalt fällt Licht in die Kammer des Vergessens: das Ohr kombiniert Stoffreste von glitzerndem Prunk, in Fetzen gerissen und matt geworden im Staub. „Velum templi…“: welcher Vorhang, und welches Tempels? – Erst im rhythmischen Aufbruch aus der Tiefe erwacht neu das Gedenken an die Geschichte, in der wir uns befinden, an Unruhe der Erde, auferstandene Menschen und die Demut eines neben Jesus gekreuzigten Räubers, dessen schwer hervorgestoßenes Wort hier im dunklen Quartett ohne Oberstimmen erklingt. Die Vision vergeht – nur der fragende Überrest eines Dominantseptakkords hängt in die Stille hinein.

Doppelchörig hebt nun die vierte Motette an. „Tenebrae factae sunt“ – „Finsternis ward“: hohe Stimmen rufen es aus, und der Widerhall kommt aus dem Schatten. Fern, sehr fern klingt die Klage der Gottverlassenheit. Gegen die Erwartung der vox magna setzt der Komponist eine leise, unisone und von langen Pausen des Schweigens durchschnittene Wellenbewegung, aus der ein Tenorsolo fliehend emportaucht. Karger und dissonanter als selbst im Auftritt des Räubers, gestaltet sich die letzte Wiederholung der Frage: „ut quid me dereliquisti?“ noch einmal als Quartettsatz – ehe die Klangrede in erregtes Stocken gerät. Die Sehnsucht nach Gott konnte in beinah tonlose Entrücktheit übersetzt werden; doch vor dem Schrei nach dem Vater endet die inszenierte Distanz. Planende Hand schreckt, um der Drastik der Darstellung willen, vor der Zumutung vokaler Extremlagen nicht zurück. Fortissimo bricht das letzte Gebet hervor und wird vom Wind hinweggetragen: „In deine Hände befehle ich meinen Geist“ – „spiritum meum … meum … meum…“
Michael Herrschel


Salvatore Sciarrino
Responsorio delle tenebre (2001) (a sei voci)


Responsorium der Finsternis; 2001; sechsstimmig Unsere gesamte Kultur gründet auf verschiedenen Motiven des Passionsrituals.

Das Wissen jenseits des Schmerzes betrifft uns alle: es offenbart und verhüllt sich in einem antiken Bildersturm. Hierbei handelt es sich um starke und extreme Bilder, die in der Lage sind, menschliche Begebenheiten wiederzuspiegeln. Aus diesem Grunde muss ich meine Enttäuschung gestehen, als mir angeboten wurde, die Musik für den 53. Psalm zu komponieren: im Vergleich zu den anderen wirkt dieser recht „abgeschliffen“ und allgemein. Trotzdem habe ich die Herausforderung akzepiert und mir vorgenommen, die Musik zu entblößen und sie somit zu einer noch größeren Wirksamkeit zu zwingen. Ich habe mir eine wechselseitige Responsorium- Folge vorgestellt, d.h. Stimmengruppen, die sich gegenseitig antworten sollten. Die Gegenüberstellung zwischen dem modernen und gregorianischen Gesang bedeutet auch eine Wiedervereinigung mit der Responsorium-Tradition, dessen Anwesenheit über mehrere Epochen hinweg einen bedeutenden Unterschied im Stil der Antworten hervorgerufen hat. Andererseits weist die Unstetigkeit der verschiedenen Ausdrucksformen, die ich in meiner langjährigen Arbeit verfeinert habe, eine Geistesverwandtschaft zur Sensibilität der gegenwärtigen Welt auf.

Der „Zellkern“ der gregorianischen Strophen hallt also im gegenwärtigen geistigen Raum wieder, und die neue Strophe verkörpert und verbreitet sich wie ein Echo, das aus weither kommenden, früheren Jahrhunderten entstammt.

Als die Komposition beendet war, offenbarte mir der Text seine formale Vollkommenheit: Parallelität und Symmetrien, eine unregelmäßige Versanzahl, ein anfänglicher Sechser-Bogen, in dem der dritte Vers die Rolle eines langen Bogenschlusses annimmt. Wichtig war es mir, dem Wort – Stimme für Stimme – eine gewisse Logik zuzuweisen, auch wenn es in der musikalischen Artikulation immer wieder zersplittert wurde. Mir ist bekannt, dass der 53. Psalm von einigen Gelehrten als eine verfeinerte Stilistikübung betrachtet wird. Nun verstehe ich auch die Gründe für meine anfängliche Ratlosigkeit, denn Vollkommenheit grenzt an Kälte.

Bewusst habe ich aus der Vulgata geschöpft, sowohl weil ich die lateinische Sprache des Sankt Hieronymus liebe, als auch um mich in einem Programm einzugliedern, welches aus historischen Kompositionen besteht. Mit Ausnahme des abschließenden Verses werden die Verse in Dreiergruppen wiederholt, um ihre charakteristische Kreisförmigkeit mit der binären Wechselseitigkeit des Responsoriums zu verflechten. Auf diese Weise gestattet die Verstärkung eine Offenbarung der Stetigkeit durch die Unstetigkeit. Das Schema weist folgende Struktur auf:

I III II IV VI V VII
2 1 3 5 4 6 7

Ich bin Sizilianer auf dem Festland und fühle ich mich als Außenseiterfigur im Gegensatz zu der charakteristischen Orthodoxie der heutigen Komponisten.

Meine Berufung ist zweifach: einerseits weise ich den Mut auf, persönliche Lösungen anzubieten, andererseits empfinde ich einen gewissen Stolz gegenüber einer Tradition, die durch und in uns wiederleben und sich somit verwandeln kann. Ich bin vorwiegend für meine instrumentalen Inventionen bekannt, habe aber auch einen persönlichen Vokalstil mit einem charakteristischen Mittelmeer-Akzent geformt: ein unabdingbares Instrument für die Bezauberung des Melodramas.

Ich habe mich allen Musikstilen angenähert und wahrscheinlich neue erahnt, mit einem deutlichen Bewusstsein für das zeitliche Phänomen, welches jedes neue Musikstück von mir prägt.

Ich lausche der Realität mit einem Insektenund einem Giganten-Ohr und versuche, diese innerhalb einer Wind- und Gesteins-Wolke wiederzugeben. Es handelt sich um Hörerlebnisse, die adäquaterweise als ökologisch beschrieben werden könnten.

Wenn wir uns dem Unnahbaren nähern, der vollkommenen Stille, entdecken wir unseren eigenen Atem. Somit eröffnet sich ein stetiger Hoffnungsschimmer in der offiziellen Kultur. Meine Sprache entwächst also aus der naturalistischen Unmittelbarkeit und aus einer globalen Wahrnehmung: sobald die Musik anfängt, eröffnet sich eine Pforte – und wir treten ein.
Salvatore Sciarrino (Übersetzung aus dem Italienischen: Isabella Colliva)


Ivan Moody
Lamentation of the Virgin – Klage der Jungfrau


Lamentation of the Virgin wurde 1995 für Singer Pur komponiert, die meine Musik bereits hervorragend interpretiert hatten. Als sie mich nach einem neuen Stück fragten, schrieb ich zwei: ein weltliches (Le Renard et le Buste, nach einer Fabel von La Fontaine) und ein kirchliches, Lamentation of the Virgin.

Dieses Werk kombiniert einen Text aus der berühmten Benediktbeurer Handschrift (der Carmina Burana-Sammlung), einen tief beeindruckenden Schmerzensschrei der Mutter Gottes, die ihren Sohn gekreuzigt sieht, mit einem oft gebrauchten Text aus der Liturgie der Orthodoxen Kirche, dem Trisagion: „Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme dich unser“. Das Gedicht aus der Benediktbeurer Handschrift steht in mundartlichem mittelalterlichem Deutsch, das Trisagion hingegen habe ich in drei Sprachen dazwischengesetzt: in modernem Deutsch sowie in Griechisch und Slawisch, zwei der Hauptsprachen der Orthodoxen Kirche. Die Verwendung dieser drei Sprachen symbolisiert die Dreieinigkeit und steht zusätzlich für die Allgemeingültigkeit des Trisagion-Gebetes.

Lamentation of the Virgin ist den Sängern von Singer Pur gewidmet.
Ivan Moody


Joanne Metcalf (b. 1958)
Il nome del bel fior (1998)


Der Canto XXIII aus Dantes „Paradiso“, 1321 fertiggestellt, bezieht sich auf die Ankunft Christi, symbolisiert durch die aufgehende Sonne, die alle Sterne – die Seelen der Seligen – im achten Kreis des Himmels erleuchtet. Unter dem Einfluss dieser göttlichen Strahlen erblühen die Sterne zu einem herrlichen Garten, und Beatrice lenkt den Blick des Pilgers auf die „Rose, in der das göttliche Wort Fleisch ward“ – die Jungfrau Maria, die mystische Rose der Liturgie. Die Stimme des Dichters preist den „Namen der schönen Blume“, und es ist dieser Name, Maria, um den Il nome del bel fior kreist, wie Dantes eigener „kreisender, aufsteigender Gesang“.

Il nome del bel fior besteht aus drei Hauptabschnitten, in denen der Dichter seine Vision der Jungfrau als schöne Rose, als hellster der Sterne (vgl. die bekannte Metapher von Maria als stella maris, Stern des Meeres) und als Juwel des Himmels beschreibt. Diese Textabschnitte sind umgeben von melismatischen Ausarbeitungen des Namens der Jungfrau, die zu einer ausgedehnten musikalischen Meditation zusammenfließen. Diese beginnt einfach und schlicht mit einem engelhaften Kontratenor- Solo und endet mit dem ganzen, zehnstimmigen himmlischen Chor. Dantes mystische, sinnliche Worte sind gleichermaßen roh und elegant: eine lebhafte, geradezu primitive Art des Chorals, von alten georgischen Gesängen inspiriert, wird sorgfältig mit dem fließenden Stoff der Polyphonie verwoben. Zunehmend raffinierte und ungewöhnliche rhythmische Beziehungen entwickeln sich über die sieben Abschnitte des Werkes hinweg – ein rhythmisches Blühen parallel zur symbolischen Blüte der Jungfrau und der anderen Seligen unter der göttlichen Sonne.

Il nome del bel fior wurde mit Hilfe eines Stipendiums vom North Carolina (U. S. A.) Arts Council für das Hilliard Ensemble und Singer Pur komponiert.
Joanne Metcalf

Titelliste weniger

CD 1
  • Wolfgang Rihm
    • 1.“Tristis est anima mea”02:47
    • 2.“Ecce vidimus eum”03:56
    • 3.“Velum templi scissum est”03:30
    • 4.“Tenebrae factae sunt”04:45
  • Salvatore Sciarrino
    • 5.“Responsorio delle tenebre” a sei voci (2001)08:41
  • Ivan Moody
    • 6.“Lamentation of the Virgin”13:18
  • Joanne Metcalf
    “Il nome del bel fior” (1998)
    • 7.“Maria I” – countertenor solo02:48
    • 8.“Quivi è la rosa”
      soprano, countertenor, tenor
      04:51
    • 9.“Maria II” – Singer Pur02:39
    • 10.“Il nome del bel fior”
      Hilliard Ensemble
      04:16
    • 11.“Maria III” – Hilliard Ensemble02:34
    • 12.“Io sono amore angelico”
      Singer Pur
      02:33
    • 13.“Maria IV” – Tutti02:40
  • total 60 : 47
    • Total:59:18